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8. Eintrag - Kopfhirn gegen Bauchhirn

Kopfhirn gegen Bauchhirn

Hallo ihr Lieben,

 

es ist heute kein Geheimnis mehr, dass die Psyche sich auf den Körper auswirken kann und auch tut. Aus meiner Erfahrung kann ich das nur bestätigen. Es gibt unzählige Arten wie sich die meisten psychosomatischen Beschwerden ausdrücken. Klassische Beispiele sind Herzinfarkte, die keine sind, diverse Magen-Darm Probleme wie das Reizdarmsyndrom und viele mehr.

 

Was eine psychosomatische Erkrankung?

Kennt ihr die Redewendungen „Das schlägt mir auf den Magen“, „Es ist mir schwer ums Herz“ oder „Ich mache mir vor lauter Angst in die Hosen“. Alles nur Blabla? Nein, bei weitem nicht. Psychosomatische Erkrankungen werden in der heutigen Zeit immer mehr zum Thema.

Wer unter psychosomatischen Beschwerden leidet,

der verspürt körperliche Symptome die medizinisch nicht erklärbar sind.

PAL Ratgeber Verlag

Ich behaupte jetzt einmal etwas, die meisten von euch hatten schon Angst vor einer Prüfung und ich wette, einige von euch mussten vor lauter Aufregung dringend aufs „stille Örtchen“. Belassen wir es bei dem, ihr wisst was ich meine.

Was ist aber, wenn dieses „Örtchen aufsuchen“ nicht nur hier und da passiert, sondern beinahe täglich und das mehrmals?

Nahe liegend wären diverse Krankheiten Morbus Crohn, um nur eine der vielen möglichen zu nennen. Bei mir war das allerdings ganz anders. Es hat schleichend begonnen. Das ich psychisch vorbelastet wisst ihr ja (6. Beitrag), aber nach einiger Zeit, kamen die körperlichen Symptome.

 

Ich werde keine Details nennen, aber an einem Tag bis zu 10 Mal zur Toilette zu müssen ist nicht so „leiwand“, so würde wir das in Österreich sagen. Ich konnte nicht mehr aus dem Haus gehen, ohne der Sorge keine Toilette in der Nähe zu haben. Selbst wenn ich heute daran denke einfach so aus dem Haus zu gehen, ist das nicht möglich.

So konnte es also nicht weitergehen. Ich unterzog mich vor einem Jahr einer Darmspiegelung, Magenspiegelung, etlichen Blutuntersuchungen und diversen Arztbesuchen, leider auch einige im Krankenhaus. Zwischen den einzelnen Perioden ging es mir recht gut und ich fühlte mich auf der sicheren Seite um endlich wieder „gesund“ zu sein, aber jedes verdammte mal falsch gedacht!

 

Nach hundert Diagnosen, die alle ja sowieso immer nur vermutet wurden, wurde ich langsam wahnsinnig.

Irgendwann dann wurde die Diagnose dann konkrete. Reizdarmsyndrom.

 

 

Das Reizdarmsyndrom hat typischerweise keine erkennbaren organischen Ursachen. Da die Funktion des Darms beeinträchtigt ist, obwohl dieser keine krankhaften Veränderungen aufweist, bezeichnen Mediziner das Leiden auch als funktionelle Erkrankung.

Onmeda - Reizdarm

Das Leben mit einem Reizdarm ist etwas sehr Anderes. Warum? Es gibt in diesem Sinne keine Medikation, die gegen das Reizdarmsyndrom hilft. Heilung kann man sich somit auch abschminken.

Wenn der Reizdarm, also so wie bei mir mit der Psyche zusammenhängt, dann weiß man, da kämpft der Kopf mit dem Bauch. Die Angst krank zu sein oder keine Toilette zu haben wird immer größer, aber rational weiß der Kopf, dass es keinen Grund zur Sorge gibt.

Es kann mir also Äußerlich sehr gut gehen, aber unterbewusst sammelt sich etwas an, dass irgendwann ausbricht. Gedanken spielen verrückt und man traut sich nichts mehr. Selbst der Besuch im Supermarkt kann schon zum riesigen Problem werden und man sperrt sich zu Hause ein.

 

Heutige Conclusio? Menschen mit einem Reizdarmsyndrom sind jeder für sich individuell, alleine an der Definition lässt sich erkennen, dass die Bandbreite viel zu groß ist um es genau klassifizieren zu können.
Ich kann lediglich den auch-Betroffenen sagen, was mir geholfen hat. Ich habe eine neue Therapeutin aufgefunden und versucht Ordnung in mein Leben zu bekommen. Meist stehen Menschen mit einem Reizdarmsyndrom unter Dauerstrom und haben keine Ahnung wie man zur Ruhe kommt. Das „Entspannen zu lernen“ ist eigentlich der wichtigste Punkt um Kopfhirn und Bauchhirn wieder aneinander zu gewöhnen.

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Yoga bei Reizdarm - Übungsreihe
Yoga_bei_Reizdarm.pdf
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