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3. Eintrag - Denken, Denken, Denken..

Denken, Denken, Denken..

Steinadler der Adlerarena Burg Landskron
Steinadler der Adlerarena Burg Landskron

 

Hallo ihr Lieben,

 

es ist Mittwoch und wiedermal ein Abend an dem mir die Gedanken durch den Kopf kullern.

Ich denke sehr viel nach, manche sagen zu viel und dabei widerspreche ich auch nicht.

Ich denke wirklich zu viel.

 

An was ich denke?

Schwer zu sagen, eigentlich kommen immer wieder dieselben Gedanken aber irgendwie auch nicht. Ich glaube, das liegt daran, dass man im Leben immer wieder mit ähnliche Situationen konfrontiert ist. Das wohl klassischste Beispiel ist dabei der Liebeskummer. Der ist immer gleich aber doch irgendwie nicht. Immerhin gibt es da ja nicht nur negative Ereignisse, sondern auch positive.

 

Aber ich spreche ja eigentlich von etwas ganz anderem, ich spreche von Gedanken, die viel hartnäckiger sind, wie ein verhasstes Muttermal am Oberschenkel, dass nicht immer sichtbar ist, aber einem immer und immer wieder ins Auge sticht. Ich sage dazu immer Gedankenkarussell, im Fachjargon sagt man Gedankenkreisen oder Grübeln. Kennt vermutlich doch jeder, man kann nicht aufhören an eine Sache zu denken und man hat das Gefühl einfach nicht aus dem Karussell aussteigen zu können. Karussell passt doch am besten, nicht wahr?

 

Hauptthema in meinem Kopf?

Angst.

 

Wie man sich das vorstellen kann?

Na ja, stellt euch vor, in eurem Kopf findet eine Besprechung statt. Jede einzelne Stimme in euch bekommt seinen eigenen Platz und auch seine Meinung. Irgendjemand ruft eine „Notbesprechung“ ein, weil etwas nicht passiert ist das bearbeitet gehört. So, und dann beginnt der ganze Spaß. Hunderte Meinungen quasseln durcheinander und versuchen dieses Thema bis ins kleinste Detail zu zerpflücken. Stundenlang kann das gehen. Durchhaltevermögen wird da vorausgesetzt, denn das geht so lange, bis am Ende sowieso wieder keine Lösung da ist, weil unmögliche und unrealistische Situationen immer wieder durch gedacht werden, wie zum Beispiel den Welthunger zu bekämpfen.

 

Ich springe in meinen Gedanken von einer Angst zur nächsten, komme vom Hundertsten ins Tausendste. Ich mache mir rund um die Uhr Gedanken und zerbreche mir den Kopf, sei es über meine Gesundheit, Familie und Freunde oder aber auch meine Persönlichkeit und mein Aussehen. Geht es, um Angst krank zu sein oder um psychische Probleme und wie ich versuche diese zu bessern, keine Sorge ich bin top informiert und der absolute Experte auf dem Gebiet, denn ich beschäftige mich nur mehr damit.

 

Aber, wenn ich aus diesem Karussell ausbreche, das kommt immer öfter vor, lebe ich ein fröhliches Leben. Ich genieße die Zeit, die ich habe und versuche so wenig wie möglich an etwas zu denken, das dies ändern könnte.

Meistens gelingt mir das auch ganz gut und ich werde immer besser, denn Gedankenkreisen ist auf Dauer auch irgendwann mal anstrengend. Man sitzt dann nämlich im Bett und macht eigentlich nichts, aber eigentlich hat man ja doch was gemacht und fühlt sich ausgepowert, bis zum Gehtnichtmehr.

 

Ich denke, dass jeder Mensch seine eigenen Strategien entwickelt und ich kann nur sagen, was ich in solchen Fällen mache. Angespannte Stimmung und Stress bringen einen nicht runter, nein, im Gegenteil. Das Einzige was wirklich hilft, ist Ruhe, Erholung, Entspannung oder einfach Zeit für die Natur.

Seid ihr schon einmal einfach raus gegangen, ohne Musik und äußere Reize?

Ich vermute mal, dass ihr das schon länger nicht mehr gemacht habt. Ich gebe zu, ich auch nicht und ich vermisse es, denn einfach die Luft ein und auszuatmen und mit dem Blick weiter als auf einen Display oder in ein anderes Gesicht zu sehen oder das Sichtfeld durch Wände zu begrenzen. Die Weite macht es für mich aus, wenn ich in die Weinberge gehe und oben über alles hinweg blicken kann, gibt mir das ein Gefühl von Freiheit. Es fühlt sich an, als wäre alles so leicht und man könnte aus seinem Alltag für einen kurzen Moment entfliehen, wenn dann noch die Sonne scheint und ich die Wärme der Sonnenstrahlen im Gesicht spüre, gibt mir das eine enorme Kraft und es pushed mich.

 

Also, was will ich mit dem heutigen Eintrag sagen.

Nehmt euch selbst an, mit euren Fehlern und euren Stärken, akzeptiert euch in allen Facetten und verliert auch nicht in den dunkelsten Momenten euren Mut. Es gibt für alles eine Lösung und einen Ausweg, mal schafft man es alleine, mal ist es eine Kooperation mit anderen. Das wichtigste ich einfach Gedanken die auftauchen nicht herzunehmen und zu zerpflücken, sondern sich klar zu machen, dass man durch Denken keine Probleme lösen kann. Nachdenken ist wichtig, aber nur in der Gedankenwelt alle Szenarien durchzukauen wird auf Dauer nicht funktionieren und macht einen kaputt.

 

Habt Mut euch selbst entgegenzutreten und euch selbst zu fordern und euch zu entwickeln, es wird euch weiterbringen und ihr werdet lernen alle Situationen im Leben zu meistern.

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